der Friese
Das Friesenpferd ist ein lebendes Kulturgut und ist untrennbar mit den friesischen Volk verbunden.
Es ist ihrem Stolz und Traditions-Verbundenheit zu verdanken,
dass diese einheimische Pferderasse überlebt hat.
Im Mittelalter wurde ein Regelwerk für die Zucht einheimischer Pferde erlassen. Karl der Grosse führte
Gesetze für die Pferdezucht ein. Mit der Zeit entwickelten sich verschiedene Pferdetypen, je nach
Verwendungszweck. Reit-, Parade-, Pack- und sogenannte Streitrösser für den Turnierkampf. Diese
mussten in der Lage sein einen Ritter mit samt der schweren Rüstung zu tragen. Die besten Streitrösser
fand man an den Küsten der Nordsee. Es waren Friesenpferde.
Kaiser Karl V musste ein befristetes Ausfuhrverbot verhängen, da zu dieser Zeit die Friesen- Hengste
überall sehr begehrt waren. Vor allem die Rappen standen hoch im Ansehen. Denn zu dieser Zeit gab es
noch Füchse, Braune, Falben sogar Schimmel. Erst viel später ging die Zucht auf Rappen über.
1918 wurde die letzte braune Stute ins Stammbuch aufgenommen.
Im Jahre 1568 begann der erbitterte Krieg zwischen Spanien Philipp II und der nach Unabhängigkeit
strebenden Niederlanden, dieser sollte 80 Jahre dauern. So hat sich in dieser langen Zeit das Aussehen der
Friesenpferde durch die Spanischen Hengste erheblich verändert.
Ebenfalls 1568 wurde vom flämischen Maler Jan van der Straat eine wunder schöne Radierung von Phryso
dem Friesenhengst gefertigt, der im Besitze des Don Juan von Österreich war. Somit haben wir heute ein
anschauliches Bild eines Friesenhengstes aus jener Zeit.
Bis ende des 17. Jahrhundert erfreuten sich viele Fürstenhöfe ganz Europas an den herrlichen
Friesenpferden. Doch das Ende dieses Ruhmes trat im 18. Jahrhundert ein. Der Niedergang des
französischen Adels und die folgende französische Revolution taten ihr weiteres. Die Reichen wurden zu
Bürgerlichen und dies hatte weitreichende Folgen für die Pferdezucht. Der Barockpferdetyp kam völlig aus
der Mode. So wurden einheimische Rassen mit englischen Vollblütern gekreuzt, wodurch Halbblutrassen
entstanden. Dieser Trend versetzte vielen einheimischen Pferderassen den Todesstoss. Nur wenige Rassen
überlebten diese Zeit. Kladrubber, Lipizzaner, Andalusier und die Friesenpferde. Die Hartnäckigkeit und
Beharrlichkeit mehrerer Generationen von Friesen, konnten aus Liebe zu ihrem Kulturschatz das
Friesenpferd über die kritischen Zeiten hinüber retten. Mitte-ende des 17. und Anfang des 18.
Jahrhunderts war der absolute Tiefpunkt erreicht. Es gab kaum noch reinrassige Friesenpferde.
So wurde am 1. Mai 1879 die Vereinigung "Het Paardenstamboek" gegründet; mit dem Ziel Pferde
einzutragen die noch genügend Qualität hatten. 1913 konnten nur noch drei Stammbuchhengste zur Zucht
eingesetzt werden. Zur gleichen Zeit wurde die "Het Friesche Paard" Vereinigung ins Leben gerufen um
das Friesenpferd vom aussterben zu bewahren.
Zwischen den beiden Weltkriegen erholte sich der Bestand langsam.
Doch in den sechziger Jahren bedrohte die Mechanisierung der Landwirtschaft erneut die
Pferdepopulation und das in einem sehr erschreckenden Ausmaß. Noch schlimmer als alles vorher
gegangene. 1965 waren noch etwa 500 Friesenstuten im Stammbuch registriert.
Wieder setzte das friesische Volk alle Hebel in Bewegung um ihre Friesenpferde zu retten. Durch den
wachsenden Wohlstand, erfuhr das Friesenpferd einen glorreichen Aufschwung und eine neue Chance.
Ihre Intelligenz, Folgsamkeit, Charakterstärke, Vielseitigkeit und ihr schönes Aussehen machen das
Friesenpferd zum Allrounder; Fahren, Reiten, Freizeit.
Heute hat das Friesenpferd überall auf der Welt seine Liebhaber!!!
Bevor der Traum wahr wird, sich ein Friese anzuschaffen,
sollte jeder sich vorab genau Informieren !!!
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